
Allergischer Schnupfen („Allergische Rhinitis“)
Krankheitsbild
Fließschnupfen, Niesreiz & Co. Die Allergische Rhinitis ist eine Form der Allergie. Bei diesem Krankheitsbild zeigen sich die allergischen Symptome v. a. an den oberen Atemwegen (Nase) und den Augen. Im Volksmund werden diese Allergien häufig als „Heuschnupfen“ oder „allergischer Schnupfen“ bezeichnet.
Ob es nun die Pollen, Milben, Schimmel oder Tierhaare sind, die der allergischen Rhinitis zugrunde liegen – die Beschwerden sind ähnlich: Die Nase läuft oder ist verstopft, der Patient klagt über Niesreiz und die Augen sind gerötet, jucken und tränen.[4]
Anhand der Dauer der Beschwerden wird zwischen 2 Formen der allergischen Rhinitis unterschieden:
Etwa ein Drittel der Patienten leidet unter der persistierenden Form.[7]
Im Zentrum der Beschwerden bei der allergischen Rhinitis steht die Nase: Der Patient leidet unter Niesanfällen, Juckreiz, Fließschnupfen und verstopfter Nase. Aber auch die Bindehaut der Augen kann entzündet sein.[4]
Daneben sind zahlreiche Begleitbeschwerden bekannt, z. B.:[4]
Während beim einen Patienten nur leichte Beschwerden auftreten, kann beim anderen die Allergie so stark ausgeprägt sein, dass sie Einfluss auf Schule, Beruf, Freizeit und Schlaf nimmt und damit die schulische Leistungsfähigkeit oder Arbeitsproduktivität herabsetzt. Zudem kann die allergische Rhinitis über Jahre hinweg zur Entwicklung von Asthma, Nahrungsmittelallergien oder Neurodermitis führen. So ist z. B. das Risiko, an Asthma zu erkranken, bei Patienten mit allergischer Rhinitis dreimal höher als in der Normalbevölkerung. [4]
Die Auswirkungen der allergischen Rhinitis gehen weit über die Beschwerden, die an der Nase auftreten, hinaus. Zusammen mit den klassischen (Niesen, laufende Nase usw.) und den weniger offensichtlichen Beschwerden (Schlaf-, Konzentrationsstörungen, eingeschränkte Leistungsfähigkeit usw.) wird oftmals eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität beobachtet.[7]
Deswegen sollte die allergische Rhinitis nicht als „Bagatellerkrankung“ verharmlost werden.