Ihr Informationsportal zur allergischen Rhinitis (allergischer Schnupfen) und der Polyposis nasi (Nasenpolypen).

Startseite arrow Allergischer Schnupfen („Allergische Rhinitis“) arrow Behandlung

Behandlung

Die Meidung des Allergens, das zu den allergischen Beschwerden führt, ist die beste Behandlungsform bei allergischen Erkrankungen (siehe unter Kapitel „Tipps für den Alltag“). Da es in vielen Fällen aber nicht einfach ist, den Allergenen völlig aus dem Weg zu gehen, ist in der Regel zusätzlich eine medikamentöse Behandlung erforderlich.[12]

Dazu werden verschiedene Wirkstoffgruppen eingesetzt: [12]

Kortisonpräparate (als Spray oder als Tabletten)

  • Kortisonhaltige Sprays gelten heute als sehr wirksame Medikamente für die Behandlung der allergischen Rhinitis. Sie wirken besonders stark antientzündlich und bekämpfen Symptome wie Naselaufen, Niesreiz und die verstopfte Nase besonders effektiv.
  • Bei allergischer Rhinitis reicht in der Regel die Anwendung eines kortisonhaltigen Sprays aus. Das Kortison wird also meist nicht als Tablette eingenommen, sondern lediglich ganz gezielt auf die Nasenschleimhaut gesprüht. Bedenken gegenüber Kortison sind gerade bei der Verwendung lokal wirkender Darreichungsformen wie Nasensprays unbegründet. Zudem trägt die äußerst niedrige Dosierung im Mikrogramm-Bereich zur Verträglichkeit der Nasensprays bei.[12]

Antihistaminika

  • Antihistaminika blockieren die Histamin-Rezeptoren und verhindern damit, dass Histamin an diese Rezeptoren andockt und damit das Signal für die Auslösung der Beschwerden geben kann.
  • Je nach Schweregrad werden Antihistaminika lokal (als Nasenspray oder Augentropfen) angewendet oder oral (in Form von Tabletten oder Lösungen) verabreicht.[12]

Cromone

Unter diese Wirkstoffgruppe fallen die Cromoglicinsäure (DNCG) und Nedocromil, die als Mastzellstabilisatoren wirken und damit die Freisetzung von Histamin hemmen. Cromone sind bei Erwachsenen und Kindern weniger wirksam als Antihistaminika und Kortisonpräparate.[12]

Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten

Leukotriene sind Substanzen, die – wie das Histamin – als Botenstoffe der allergischen Reaktion wirken. Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten wirken nach dem gleichen Prinzip wie die Antihistaminika: Sie blockieren die Leukotrien-Rezeptoren und behindern damit die Auslösung der Beschwerden. Diese Wirkstoffe werden in Form von Tabletten verabreicht.[12]

Abschwellende Nasentropfen/-sprays

Zahlreiche abschwellende Nasentropfen/-sprays sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Diese Substanzen wirken lediglich auf die Verstopfung der Nase. Sie sind also nicht wirksam gegen die Folgen der allergischen Reaktion – damit besteht die durch die allergische Reaktion ausgelöste Entzündung weiter. Bei längerem Gebrauch können sie außerdem zu einer Schädigung der Nasenschleimhaut führen. Daher sollten diese Wirkstoffe nur über einen kurzen Zeitraum (wenige Tage) und in Kombination mit anderen Medikamenten (z. B. Antihistaminka oder kortisonhaltigen Nasensprays) eingesetzt werden.[12]

Hyposensibilisierung

Neben diesen Medikamenten, die zur Behandlung der Beschwerden bei der allergischen Rhinitis eingesetzt werden gibt es die Möglichkeit der „Hyposensibilisierung“ – auch „Allergieimpfung“ genannt. Dabei wird der Körper über einen längeren Zeitraum (in der Regel drei bis fünf Jahre) in regelmäßigen Abständen kleinen Mengen des Allergens ausgesetzt. Auf diese Weise soll eine „Gewöhnung“ an das Allergen erfolgen und damit die allergische Reaktion abgemildert werden.[12]


Schriftgröße

Fachkreise Login









DocCheck Account beantragen » Passwort vergessen »
zum Seitenanfang | Nutzungsbedingungen | Kontakt | Impressum
unterstützt von
Logo der Essex Pharma GmbH